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Albert Rupprecht zu einstündiger Unterredung in US-Botschaft
Möglicher Abbau von Stellen für deutsche Zivilbeschäftigte und Pläne für US-Drohnenflüge im Mittelpunkt des Gespräches
Der mögliche Abbau von Stellen für deutsche Zivilbeschäftigte auf den US-Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels stand im Mittelpunkt eines Gespräches, das die CSU-Bundestagsabgeordneten Alois Karl, Albert Rupprecht und Reiner Meier mit James D. Melville, dem Stellvertreter des Botschafters und amerikanischen Gesandten in Deutschland führten. Weiterhin wurden die Pläne der US-Army thematisiert, zwischen den beiden Übungsplätzen einsatzfähige Aufklärungsdrohnen fliegen zu lassen.
Der Wahlkreisabgeordnete für Amberg-Sulzbach-Neumarkt, Alois Karl, MdB, ging zunächst auf das traditionell gute Verhältnis zwischen der oberpfälzer Bevölkerung und den US-Truppen in der Region ein. Dabei betonte er, dass gerade die hohe Zahl von deutschen Zivilbeschäftigten bei den Bürgern mit dazu beigetragen habe, die durch die Übungsplätze verursachten Belastungen hinzunehmen. Diesen Umstand gelte es auch für die Zukunft zu beachten. Deshalb müsse es im Interesse der USA sein, dass möglichst viele Stellen für deutsche Zivilbeschäftigte in der Region erhalten blieben.
Die amerikanischen Gesprächspartner verwiesen darauf, dass die USA im Verteidigungshaushalt massive Kürzungen vornehmen würden. Auch habe sich die weltpolitische Lage erheblich verändert, worauf die USA reagieren müsse. Deshalb sei in Washington entschieden worden, die US-Truppenpräsenz in Europa zu verringern. Dies werde auch zu einem Abbau an Zivilbeschäftigten führen. Grundsätzlich würden die USA den strategischen Übungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels große militärische Bedeutung beimessen und wollten sie erhalten, versicherten die amerikanischen Gesprächspartner weiter.
Der Wahlkreisabgeordnete für Weiden-Neustadt-Tirschenreuth, Albert Rupprecht, MdB, appellierte an die US-Stellen, bei künftigen Neu- und Wiederbesetzungen von Stellen für zivile Beschäftigte verstärkt deutsche Bewerber zu berücksichtigen. Zudem baten er und seine Abgeordnetenkollegen Alois Karl und Reiner Meier darum, die bestehenden Abbaupläne nochmals zu überprüfen. Sollte wirklich ein Abbau erfolgen müssen, so müssten sowohl das deutsche Arbeitsrecht als auch die tarifvertraglichen Kündigungsfristen gewahrt werden, betonten sie übereinstimmend. Die Amerikaner sicherten zu, dass die US-Stellen dies in diesen Fällen beachten werden.
Zugleich wurde auf Anregung von Alois Karl und Albert Rupprecht vereinbart, dass in Kürze ein Gespräch der Abgeordneten und den Amerikanern mit den betroffenen Landräten und Bürgermeister in der US-Botschaft geführt werden wird.




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